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Du möchtest ein digitales Produkt erstellen, weisst aber nicht genau, womit du anfangen sollst.
Dann kann ChatGPT dir einen grossen Teil der Vorarbeit abnehmen.
Nicht, indem du einfach schreibst: „Erstelle mir ein digitales Produkt.“
Sondern indem du ChatGPT ganz gezielt für einzelne Schritte einsetzt.
Du kannst dir damit zum Beispiel eine E-Book-Struktur erstellen lassen, ein Workbook planen, einen Online-Kurs gliedern, Checklisten entwickeln oder herausfinden, welche digitalen Produkte überhaupt zu deiner Zielgruppe passen.
Wichtig ist dabei immer:
Je genauer dein Prompt, desto besser das Ergebnis.
Die folgenden 10 Prompts kannst du kopieren, einfügen und an dein eigenes Thema anpassen.
1. Prompt für ein E-Book
Ein E-Book ist eines der einfachsten digitalen Produkte, mit denen du starten kannst.
Du brauchst dafür nicht zwingend 100 Seiten. Auch ein kompakter Guide mit 15 bis 30 Seiten kann wertvoll sein, wenn er ein konkretes Problem löst.
Prompt
Erstelle eine detaillierte Gliederung für ein E-Book über [THEMA] für [ZIELGRUPPE]. Füge Kapitelüberschriften, wichtige Punkte und umsetzbare Tipps hinzu.
Beispiel
Erstelle eine detaillierte Gliederung für ein E-Book über Pinterest-Marketing für selbständige Frauen, die mehr Besucher auf ihre Website bekommen möchten. Füge Kapitelüberschriften, wichtige Punkte und umsetzbare Tipps hinzu.
Danach kannst du noch weitergehen und ChatGPT einzelne Kapitel ausarbeiten lassen.
Du musst also nicht dein komplettes E-Book auf einmal erstellen.
Arbeite besser Kapitel für Kapitel.
Geeignet für
E-Books, Guides, Mini-Guides, Leadmagnete oder kleine bezahlte PDF-Produkte.
2. Prompt für einen Online-Kurs
Viele machen beim Erstellen eines Online-Kurses den Fehler, viel zu viel Wissen hineinpacken zu wollen.
Ein guter Kurs muss nicht alles erklären, was du über ein Thema weisst.
Er sollte die Teilnehmer von einem Ausgangspunkt zu einem gewünschten Ergebnis bringen.
Prompt
Erstelle einen Schritt-für-Schritt-Lehrplan für einen Online-Kurs zu [THEMA] für [ZIELGRUPPE]. Füge Module, Lektionsthemen, Lernziele und eine sinnvolle Reihenfolge hinzu.
Du kannst zusätzlich ergänzen:
Der Kurs soll möglichst praktisch sein und die Teilnehmer schnell in die Umsetzung bringen. Vermeide unnötige Theorie.
Das ist besonders hilfreich, wenn du viel Wissen hast, aber Schwierigkeiten damit, daraus eine klare Reihenfolge zu machen.
Geeignet für
Online-Kurse, Coachings, Mitgliederbereiche und Schulungsprogramme.
3. Prompt für ein Workbook
Ein Workbook ist besonders interessant, wenn deine Kunden nicht nur lesen, sondern etwas erarbeiten sollen.
Das kann zum Beispiel ein Businessplan, eine Contentstrategie, ein Finanzplan oder eine Positionierung sein.
Prompt
Entwirf eine Workbook-Gliederung für [THEMA] für [ZIELGRUPPE] mit Übungen, Reflexionsfragen, Arbeitsblättern und konkreten umsetzbaren Schritten.
Du kannst auch ergänzen:
Das Workbook soll so aufgebaut sein, dass die Person am Ende ein konkretes Ergebnis in der Hand hat.
Beispielsweise:
Entwirf ein Workbook für Selbständige, mit dem sie ihre 10 wichtigsten Long-Tail-Keywords für ihr Business bestimmen.
Damit bekommst du meist deutlich praktischere Ergebnisse.
Geeignet für
Workbooks, Journale, Arbeitsblätter, Challenge-Unterlagen und interaktive PDFs.
4. Prompt für ein Template-Bundle
Vorlagen können sehr attraktive digitale Produkte sein, weil sie deinen Kunden Zeit sparen.
Das können Canva-Vorlagen, Textvorlagen, Notion-Vorlagen, Excel-Dateien oder Content-Templates sein.
Prompt
Liste 10 Must-have-Vorlagen für [NISCHE] auf, die [ZIELGRUPPE] Zeit sparen und bessere Ergebnisse bringen. Beschreibe bei jeder Vorlage, wofür sie benötigt wird und was sie enthalten sollte.
Beispiel:
Liste 10 Must-have-Vorlagen für selbständige Coaches auf, die ihnen dabei helfen, schneller Content für Instagram, Pinterest und ihren Blog zu erstellen.
Aus dieser Liste kannst du anschliessend dein Bundle zusammenstellen.
Und du musst nicht immer 50 Vorlagen erstellen.
Oft ist ein kleines, sehr konkretes Bundle wertvoller.
Geeignet für
Canva-Pakete, Notion-Templates, Content-Vorlagen, Business-Vorlagen oder Social-Media-Bundles.
5. Prompt für eine Checkliste
Eine Checkliste ist eines meiner Lieblingsformate für kleine digitale Produkte.
Sie ist schnell erstellt und gleichzeitig sehr praktisch.
Menschen kaufen nicht unbedingt Informationen.
Sie kaufen oft Klarheit.
Eine Checkliste sagt ihnen ganz konkret:
Mach zuerst das. Dann das. Dann das.
Prompt
Erstelle eine detaillierte Checkliste für [AUFGABE/ZIEL] für [ZIELGRUPPE]. Schreibe die Punkte in einer sinnvollen Reihenfolge, sodass die Person Schritt für Schritt [GEWÜNSCHTES ERGEBNIS] erreichen kann.
Beispiel:
Erstelle eine detaillierte Checkliste für Anfänger, die ihren ersten Blog einrichten möchten. Schreibe die Schritte in der richtigen Reihenfolge auf, sodass am Ende das technische Grundsystem eingerichtet ist.
Geeignet für
Checklisten, SOPs, Ablaufpläne und Aktionspläne.
6. Prompt für eine Swipe File
Eine Swipe File ist eine Sammlung fertiger Beispiele, Vorlagen oder Formulierungen.
Zum Beispiel:
E-Mail-Betreffzeilen, Hooks, Pinterest-Titel, Call-to-Actions oder Verkaufstexte.
Der grosse Vorteil ist, dass dein Kunde nicht jedes Mal bei null anfangen muss.
Prompt
Schreibe 15 überzeugende [ART DES TEXTES] für [ZIELGRUPPE] rund um [THEMA]. Formuliere sie klar, konkret und so, dass sie direkt angepasst und verwendet werden können.
Beispiel:
Schreibe 15 Pinterest-Pin-Titel für selbständige Frauen rund um das Thema online sichtbarer werden. Verwende Formulierungen, nach denen die Zielgruppe tatsächlich suchen könnte.
Oder:
Schreibe 20 E-Mail-Betreffzeilen für einen Online-Kurs zum Thema Affiliate-Marketing.
Geeignet für
Swipe Files, Textvorlagen, E-Mail-Vorlagen, Hook-Sammlungen und Werbetexte.
7. Prompt für eine Salespage
Du kannst ChatGPT auch verwenden, um zuerst die Struktur deiner Verkaufsseite zu planen.
Ich würde nicht empfehlen, einfach einen kompletten Verkaufstext generieren zu lassen und ihn ungeprüft zu übernehmen.
Viel besser ist es, zuerst die Argumentation aufzubauen.
Prompt
Erstelle eine conversionstarke Salespage-Gliederung für [PRODUKT/SERVICE], die [ZIELGRUPPE] anspricht und sie Schritt für Schritt zur Kaufentscheidung führt. Berücksichtige Problem, gewünschtes Ergebnis, Lösung, Vorteile, Einwände, Produktinhalt, Vertrauen und Call-to-Action.
Danach kannst du jeden einzelnen Abschnitt separat ausarbeiten.
Zum Beispiel:
Schreibe mir jetzt fünf Varianten für die Überschrift.
Oder:
Welche Einwände könnte meine Zielgruppe gegen dieses Produkt haben.
So wird das Ergebnis meistens wesentlich besser.
Geeignet für
Salespages, Landingpages, Funnel-Seiten und Produktbeschreibungen.
8. Prompt für Bonus-Ideen
Ein digitales Produkt lässt sich häufig attraktiver machen, ohne dass du das Hauptprodukt komplett vergrössern musst.
Dafür eignen sich Boni.
Ein guter Bonus sollte aber nicht einfach mehr Inhalt sein.
Er sollte dabei helfen, das Ergebnis schneller oder einfacher zu erreichen.
Prompt
Liste 10 attraktive Bonus-Ideen auf, die [PRODUKT] sinnvoll ergänzen und den wahrgenommenen Wert für [ZIELGRUPPE] erhöhen. Die Boni sollen dabei helfen, schneller, einfacher oder mit weniger Fehlern zum gewünschten Ergebnis zu kommen.
Beispiel:
Du verkaufst einen Pinterest-Kurs.
Mögliche Boni wären dann:
Pin-Vorlagen, Keyword-Liste, Pinterest-Checkliste, 100 Pin-Titel oder ein Redaktionsplan.
Geeignet für
Kurs-Boni, Upsells, Bundles und Produktpakete.
9. Prompt für Leadmagnet-Ideen
Vielleicht möchtest du noch gar nichts verkaufen.
Dann kannst du zunächst einen kostenlosen Leadmagneten erstellen.
Das Ziel ist nicht, einfach irgendetwas kostenlos anzubieten.
Der Leadmagnet sollte genau die Menschen anziehen, die später auch zu deinem Angebot passen.
Prompt
Generiere 10 Leadmagnet-Ideen für [NISCHE], die [ZIELGRUPPE] anziehen und ihnen helfen, schnell ein konkretes Ergebnis zu erreichen. Die Ideen sollen sich als PDF, Checkliste, Mini-Guide, Vorlage oder kurze Challenge umsetzen lassen.
Du kannst auch ergänzen:
Die Leadmagnete sollen jeweils nur ein kleines, klar definiertes Problem lösen und in maximal 10 bis 20 Minuten nutzbar sein.
Damit werden die Ideen oftmals konkreter.
Geeignet für
Freebies, Newsletter-Opt-ins, Guides, Checklisten und Mini-Produkte.
10. Prompt für deinen idealen Kundenavatar
Bevor du irgendein digitales Produkt erstellst, solltest du wissen, für wen du es erstellst.
Denn ein Produkt für „alle Selbständigen“ ist meistens viel schwieriger zu verkaufen als ein Produkt für eine klar definierte Person mit einem konkreten Problem.
Prompt
Erstelle einen detaillierten idealen Kundenavatar für [NISCHE]. Berücksichtige Ziele, Herausforderungen, Schmerzpunkte, Vorlieben, Einwände, bisherige Lösungsversuche und Kauftrigger.
Ich würde hier zusätzlich fragen:
Welche Fragen gibt diese Person wahrscheinlich bei Google, Pinterest oder ChatGPT ein.
Und:
Für welche konkreten Probleme würde diese Person Geld ausgeben, um schneller eine Lösung zu bekommen.
Das ist besonders wertvoll.
Denn genau daraus können deine Produkte entstehen.
Geeignet für
Marketing, Positionierung, Contentplanung, Produktentwicklung und Verkaufsseiten.
So benutzt du diese Prompts richtig
Bitte kopiere nicht einfach einen Prompt und erwarte, dass beim ersten Versuch dein fertiges Produkt herauskommt.
Nutze ChatGPT wie einen Gesprächspartner.
Starte beispielsweise mit:
1. Planen
Du lässt dir Ideen und eine Struktur erstellen.
2. Erstellen
Danach arbeitest du einzelne Bestandteile aus.
3. Verbessern
Du lässt Inhalte kürzen, vereinfachen, konkretisieren oder ergänzen.
4. Verpacken
Dann werden daraus PDF, Workbook, Kurs, Vorlage oder Bundle.
5. Vermarkten
Zum Schluss kannst du daraus Blogbeiträge, Pinterest-Pins, E-Mails und Verkaufsseiten erstellen.
Ein einziger guter Prompt kann damit der Ausgangspunkt für sehr viele weitere Inhalte sein.
Mein wichtigster Tipp für digitale Produkte
Erstelle nicht zuerst ein Produkt und suche danach jemanden, der es vielleicht kaufen möchte.
Drehe es um.
Finde zuerst heraus, wonach Menschen bereits suchen.
Welche Probleme haben sie.
Welche Fragen stellen sie bei Google.
Was suchen sie auf Pinterest.
Welche Begriffe und Keyphrases verwenden sie.
Und dann erstellst du genau dazu dein Produkt.
Das ist auch der Weg, den ich empfehle, wenn du schneller gefunden werden möchtest.
Wir erstellen nicht einfach Content und hoffen, dass ihn jemand braucht.
Wir erstellen Inhalte und Produkte zu Dingen, nach denen bereits gesucht wird.
Genau deshalb solltest du deine Keywords und Keyphrases kennen, bevor du anfängst.
Aus einem Prompt kann ein komplettes Produkt-System entstehen
Du könntest beispielsweise so vorgehen:
Du startest mit dem Kundenavatar.
Dann lässt du dir Leadmagnet-Ideen erstellen.
Aus einer Idee entwickelst du ein Workbook.
Dazu erstellst du eine Checkliste.
Anschliessend entwickelst du ein grösseres E-Book oder einen Kurs.
Dazu kommen Vorlagen und Boni.
Danach erstellst du die Salespage.
Aus einem einzigen Thema entsteht plötzlich ein komplettes digitales Produkt-System.
Kundenavatar → Problem → Keyword → Leadmagnet → Produkt → Bonus → Verkaufsseite → Content.
Und genau hier wird ChatGPT richtig spannend.
Nicht weil die KI dir dein Business abnimmt.
Sondern weil du Ideen, Strukturen und Entwürfe innerhalb weniger Minuten erstellen und anschliessend mit deinem eigenen Wissen weiterentwickeln kannst.
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