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Kannst du mit Pinterest Geld verdienen, ohne einen eigenen Blog zu haben? Ja, das ist möglich. Und du brauchst dafür nicht einmal ein eigenes Produkt.
Du empfiehlst Produkte von anderen Unternehmen und erhältst eine Provision, wenn jemand über deinen Affiliate-Link kauft.
Das nennt sich Affiliate Marketing.
Pinterest ist dafür interessant, weil Menschen dort gezielt nach Ideen, Lösungen und Produkten suchen. Und genau das kannst du nutzen, um dir ein zusätzliches Einkommen aufzubauen.
Ich zeige dir, wie ich vorgehen würde, wenn ich heute mit Pinterest Affiliate Marketing ohne Blog starten müsste.
Was ist Pinterest Affiliate Marketing?
Beim Affiliate Marketing bewirbst du Produkte, die jemand anderes entwickelt und verkauft.
Du erhältst dafür einen persönlichen Empfehlungslink. Kauft jemand über diesen Link ein Produkt und erfüllt der Kauf die Bedingungen des Partnerprogramms, bekommst du eine Provision.
Ein Beispiel:
Du entdeckst ein digitales Produkt für 24 Euro. Der Anbieter bezahlt dir 50 Prozent Provision.
Bei einem Verkauf erhältst du 12 Euro.
- 10 Verkäufe ergeben 120 Euro.
- 50 Verkäufe ergeben 600 Euro.
- 100 Verkäufe ergeben 1.200 Euro.
Das sind Rechenbeispiele, keine garantierten Einnahmen. Entscheidend ist, ob deine Pins Menschen erreichen, die sich tatsächlich für das Produkt interessieren und es kaufen.
Du brauchst dafür weder ein Lager noch einen Versanddienstleister. Auch die Zahlungsabwicklung übernimmt normalerweise der Anbieter.
Deine Aufgabe ist es, Menschen auf das passende Angebot aufmerksam zu machen.
Kannst du Affiliate-Links direkt auf Pinterest verwenden?
Grundsätzlich ja.
Du kannst bei einem Pin eine Ziel-URL hinterlegen, die direkt zu einem Affiliate-Angebot führt.
Allerdings musst du die Regeln von Pinterest und die Bedingungen des jeweiligen Partnerprogramms beachten. Nicht jeder Anbieter erlaubt Affiliate-Links direkt auf Pinterest.
Auch Werbung muss klar als solche erkennbar sein.
Ich würde deshalb vor dem ersten Pin immer prüfen, ob das jeweilige Partnerprogramm diese Form der Werbung erlaubt.
Schritt 1: Entscheide dich für ein Thema
Der erste Fehler wäre für mich, wahllos Produkte zu bewerben.
Heute ein Küchengerät, morgen eine Versicherung und übermorgen ein Onlinekurs.
Ich würde mich zunächst auf ein Thema konzentrieren.
Zum Beispiel:
- Geld sparen und Haushaltsplanung.
- Digitale Produkte und Printables.
- Wohnen und Organisation.
- Garten und kreative Hobbys.
Warum?
Weil du so eine bestimmte Zielgruppe ansprichst und passende Produkte empfehlen kannst.
Nehmen wir das Thema Geld sparen.
Du könntest Pins über Haushaltsbudgets, Sparpläne, Einkaufsliste-Vorlagen oder Budgetplaner erstellen.
Dazu suchst du passende Affiliate-Produkte, die deinen Lesern bei genau diesen Themen helfen.
Schritt 2: Finde Produkte, die du empfehlen kannst
Du musst nicht selbst ein Produkt entwickeln.
Es gibt verschiedene Plattformen, auf denen Unternehmen ihre Partnerprogramme anbieten.
Digistore24
Hier findest du digitale Produkte, Onlinekurse und weitere Angebote. Bei manchen Produkten erhältst du eine prozentuale Provision pro Verkauf.
Awin
Über Awin kannst du Partnerprogramme verschiedener Unternehmen finden.
Amazon PartnerNet
Hier kannst du physische Produkte empfehlen. Beachte die jeweiligen Teilnahmebedingungen und Einschränkungen für die Nutzung auf Pinterest.
Ich würde nicht einfach das Produkt mit der höchsten Provision auswählen.
Ich würde mich fragen:
Würde ich dieses Produkt meiner besten Freundin empfehlen?
Kann ich erklären, warum jemand dieses Produkt braucht?
Passt es zu den Menschen, die ich mit meinen Pins erreichen möchte?
Wenn du diese Fragen beantworten kannst, hast du eine bessere Grundlage für deine Werbung.
Schritt 3: Suche auf Pinterest nach den richtigen Keywords
Jetzt kommt der Teil, den viele unterschätzen.
Du solltest nicht einfach Pins erstellen und hoffen, dass jemand darauf klickt.
Pinterest funktioniert auch als Suchmaschine.
Menschen geben Suchbegriffe ein, weil sie etwas Bestimmtes finden möchten.
Öffne Pinterest und gib beispielsweise „Budgetplaner“ in die Suche ein.
Schau dir an, welche weiteren Suchbegriffe vorgeschlagen werden.
Du kannst zusätzlich Pinterest Trends nutzen:
Dort kannst du untersuchen, welche Themen gesucht werden und wie sich das Interesse entwickelt.
Ich würde mir zunächst zehn passende Keywords notieren.
Zu jedem Keyword überlege ich mir anschliessend, welches Produkt dazu passen könnte.
Schritt 4: Erstelle deine ersten Pinterest-Pins
Für einen klassischen Pinterest-Pin verwende ich gerne das Format 1000 × 1500 Pixel.
Du kannst deine Pins beispielsweise mit Canva gestalten.
Wichtig ist für mich nicht, dass ein Pin besonders aufwendig aussieht.
Er muss sofort verständlich sein.
Wenn du einen Budgetplaner empfiehlst, könnten deine Pin-Texte so aussehen:
„Dein Haushaltsbudget endlich im Blick“
„Monatsbudget planen statt Geld verlieren“
„Mit diesem Budgetplaner Ordnung schaffen“
Das sind drei verschiedene Ansätze für dasselbe Produkt.
Ich würde verschiedene Motive und Texte testen und anschliessend schauen, welcher Pin tatsächlich Besucher zum Angebot bringt.
Schritt 5: Verlinke dein Affiliate-Produkt
Beim Erstellen deines Pins kannst du eine Ziel-URL eintragen.
Das kann ein erlaubter direkter Affiliate-Link sein.
Du kannst aber auch auf eine eigene kleine Verkaufs- oder Empfehlungsseite verlinken.
Ich persönlich finde eine eigene Seite langfristig interessanter.
Warum?
Weil du dort das Produkt genauer vorstellen kannst.
Du kannst erklären, für wen es geeignet ist, welchen Nutzen es bietet und welche Fragen vor dem Kauf auftauchen könnten.
Ausserdem kannst du dort weitere passende Angebote präsentieren oder eine E-Mail-Liste aufbauen.
Wichtig ist, dass du Affiliate-Links transparent kennzeichnest und keine irreführenden Weiterleitungen verwendest.
Schritt 6: Veröffentliche regelmässig neue Pins
Ich würde mit einem überschaubaren Test beginnen.
Ein Produkt.
Fünf unterschiedliche Pin-Ideen.
Ein klares Thema.
Dann würde ich beobachten, welche Pins Impressionen, Klicks und tatsächlich Verkäufe bringen.
Du musst nicht vom ersten Tag an zwanzig Pins täglich veröffentlichen.
Wichtiger ist, dass deine Pins unterschiedliche Suchanfragen und Bedürfnisse ansprechen.
Mehr Pins bedeuten nicht automatisch mehr Verkäufe.
Schritt 7: Prüfe, ob du damit Geld verdienst
In Pinterest Analytics kannst du sehen, wie häufig deine Pins angezeigt werden und wie viele ausgehende Klicks sie erhalten.
Die Verkäufe und Provisionen überprüfst du beim jeweiligen Affiliate-Anbieter.
Ein Beispiel:
Dein Pin wird 10.000-mal angezeigt.
Davon klicken 200 Menschen auf dein Angebot.
Wenn fünf Personen kaufen und du jeweils 12 Euro Provision erhältst, verdienst du 60 Euro.
Das Beispiel zeigt auch, warum ich nicht nur auf Impressionen achten würde.
Entscheidend sind die Menschen, die auf deinen Link klicken und anschliessend kaufen.
Warum ich langfristig trotzdem einen eigenen Blog empfehlen würde
Pinterest Affiliate Marketing ohne Blog kann ein guter Einstieg sein.
Du kannst erste Erfahrungen sammeln und herausfinden, welche Themen und Produkte bei deiner Zielgruppe ankommen.
Aber du bist abhängig von Pinterest.
Ändert sich der Algorithmus oder wird dein Konto eingeschränkt, kann dein Besucherstrom zurückgehen.
Mit einem eigenen Blog hast du zusätzlich die Möglichkeit, über Google gefunden zu werden.
Du kannst ausführliche Produktvergleiche veröffentlichen, verschiedene Affiliate-Angebote einbauen, eine E-Mail-Liste aufbauen und später eigene digitale Produkte verkaufen.
Für mich ist das der entscheidende Unterschied.
Pinterest bringt Menschen auf deine Inhalte.
Dein Blog bietet ihnen Informationen, baut Vertrauen auf und kann aus Besuchern Kunden machen.
Und ein guter Blogbeitrag kann über längere Zeit Besucher erhalten, auch wenn du gerade keinen neuen Pin veröffentlichst. Garantiert ist das natürlich nicht.
Mein Fazit: Pinterest Affiliate Marketing ohne Blog
Wenn ich heute ganz neu anfangen würde, würde ich mir ein Thema aussuchen und zunächst ein passendes Affiliate-Produkt testen.
Ich würde verschiedene Pins erstellen, Keywords recherchieren und beobachten, ob Menschen tatsächlich auf das Angebot klicken.
Du musst nicht alles gleichzeitig aufbauen.
Aber ich würde von Anfang an darüber nachdenken, wie aus einzelnen Affiliate-Empfehlungen langfristig ein eigenes Onlinebusiness werden kann.
Denn mein Ziel wäre nicht, ständig neue Pins erstellen zu müssen, um vielleicht eine Provision zu verdienen.
Ich möchte Inhalte aufbauen, die immer wieder gefunden werden können.
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Nadja
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