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Kinder sollten so früh wie möglich lernen, dass Geld begrenzt ist, dass Sparen Geduld erfordert und dass Investieren langfristig mehr bringt als Sparen allein. Die wichtigsten 10 Lektionen drehen sich um Taschengeld richtig einteilen, den Unterschied zwischen „wollen“ und „brauchen“ verstehen, früh mit kleinen Beträgen investieren, Geduld beim Vermögensaufbau, den Wert von Arbeit erkennen, verantwortungsvoll mit Schulden umgehen, Ziele setzen und sparen, Grosszügigkeit, finanzielle Unabhängigkeit als Ziel und der Umgang mit Rückschlägen. Kinder, die diese Lektionen früh verinnerlichen, entwickeln ein gesünderes Verhältnis zu Geld als Erwachsene, die das erst spät lernen mussten.
Der Unterschied zwischen Wollen und Brauchen
Eine der wichtigsten Lektionen überhaupt: Nicht jeder Wunsch ist ein Bedürfnis. Kinder, die das früh verstehen, treffen später bessere finanzielle Entscheidungen.
Früh investieren statt nur sparen
Sparen allein reicht heute oft nicht mehr aus, um Vermögen aufzubauen. Wie du als Elternteil schon mit kleinen Beträgen mit deinen Kindern investierst, zeige ich in 4 einfache Schritte, wie ich mit meinen Kindern investiere.
Taschengeld als Lernfeld
Taschengeld ist die ideale Übungsumgebung für eigenverantwortlichen Umgang mit Geld – inklusive Fehler machen dürfen, ohne dass es grosse Konsequenzen hat.
Geld und Charakter hängen zusammen
Wie ein Kind mit Geld umgeht, hängt oft mit seinem Persönlichkeitstyp zusammen. Mehr zu diesem Zusammenhang findest du in Kinder zum Erfolg erziehen und Vermögen für Kinder aufbauen.
Meine Empfehlungen
Für konkrete Gesprächsanlässe rund ums Thema Geld mit deinen Kindern nutze ich Geldthemen für Kids. Wer verstehen will, wie der eigene Charakter (und der des Kindes) den Umgang mit Geld beeinflusst, findet im Charakter Kurs (€17) eine gute Grundlage.
1. Geld wächst nicht auf Bäumen
Kinder sollten verstehen, dass Geld durch Arbeit, Ideen oder Investitionen entsteht.
Wer weiß, woher Geld kommt, lernt automatisch, es mehr zu schätzen.
Schon kleine Aufgaben im Haushalt oder ein altersgerechtes Taschengeld können helfen, diesen Zusammenhang zu verstehen.
2. Erst sparen, dann ausgeben
Viele Menschen kaufen zuerst und überlegen später.
Besser ist es, zuerst einen Teil des Geldes zur Seite zu legen und nur den Rest auszugeben.
Diese Gewohnheit begleitet Kinder oft ihr ganzes Leben.
3. Wünsche und Bedürfnisse unterscheiden
Nicht alles, was wir möchten, brauchen wir wirklich.
Kinder lernen dadurch:
- Prioritäten zu setzen
- Geduld zu entwickeln
- bewusste Kaufentscheidungen zu treffen
Diese Fähigkeit schützt später vor vielen Impulskäufen.
4. Geduld wird belohnt
Nicht jeder Wunsch muss sofort erfüllt werden.
Wenn Kinder auf etwas sparen, erleben sie:
- Vorfreude
- Zielstrebigkeit
- Stolz auf das Erreichte
Diese Erfahrung ist oft wertvoller als der Gegenstand selbst.
5. Fehler gehören dazu
Hat ein Kind sein gesamtes Taschengeld sofort ausgegeben, ist das keine Katastrophe.
Im Gegenteil.
Genau solche Erfahrungen helfen dabei, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen.
Kleine Fehler heute verhindern oft große Fehler im Erwachsenenalter.
6. Geld kann für dich arbeiten
Schon Kinder können verstehen:
Es gibt Menschen, die nur für Geld arbeiten.
Und es gibt Menschen, die ihr Geld investieren, sodass es langfristig wächst.
Je früher Kinder dieses Prinzip kennenlernen, desto natürlicher wird Vermögensaufbau für sie.
7. Schulden sind nicht selbstverständlich
Viele Kinder wachsen heute mit Ratenkäufen und Kreditkarten auf.
Deshalb ist es wichtig zu erklären:
Geliehenes Geld muss immer zurückbezahlt werden – oft sogar mit zusätzlichen Kosten.
Ein bewusster Umgang mit Krediten schützt später vor finanziellen Problemen.
8. Vergleiche machen nicht glücklich
Andere haben vielleicht mehr Spielzeug, größere Häuser oder teurere Kleidung.
Doch echter Wohlstand entsteht nicht durch Vergleiche, sondern durch kluge Entscheidungen.
Kinder dürfen lernen, ihren eigenen Weg zu gehen.
9. Großzügigkeit gehört ebenfalls dazu
Geld ist nicht nur zum Ausgeben oder Sparen da.
Wer lernt zu teilen, zu helfen oder kleine Beträge zu spenden, entwickelt Dankbarkeit und Verantwortung.
Auch das gehört zu finanzieller Bildung.
10. Vermögen entsteht Schritt für Schritt
Viele Kinder glauben, reiche Menschen hätten einfach Glück.
Dabei entsteht Vermögen meist durch:
- regelmäßiges Sparen
- kluge Entscheidungen
- langfristiges Denken
- Geduld
Diese Lektion kann das gesamte Leben verändern.
Wie Eltern finanzielle Bildung einfach in den Alltag integrieren können
Finanzielle Bildung muss kein kompliziertes Unterrichtsfach sein.
Kinder lernen am meisten durch das tägliche Vorbild ihrer Eltern.
Zum Beispiel indem sie:
- beim Einkaufen Preise vergleichen
- gemeinsam Sparziele festlegen
- Taschengeld selbst verwalten
- über Geld sprechen
- kleine finanzielle Entscheidungen selbst treffen dürfen
Je selbstverständlicher Geldthemen werden, desto sicherer gehen Kinder später damit um.
Meine eigene Erfahrung
Wir haben schon ganz früh mit dem Grossmuttters Umschlagsystem begonnen. Da konnten meine 3 Kinder selber Umschläge basteln und so das Geld aufteilen. Jedes wusste was es ausgeben darf. Damals gab es leider die Variante von einem Jungend Kinder Depot noch nicht. Heute schon, das würde ich sofort machen. Ich hatte einfach ein zweit Depot das ich für die Kids eingerichtet habe. Seitdem Anna 18 ist, hat sie ihr eigenes Depot. Das werde ich mit John und Rose auch so machen. Was ich auch immer wichtig finde, nicht zu sagen, wir haben kein Geld sonder kreativ sein und überlegen, wie kommen wir zu dem Geld. Alles kommt auf eine Liste und immer wieder hinterfragen, möchte ich das wirklich oder möchte ich das einfach nur aus einer Laune raus.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ab welchem Alter sollte man Kindern Geld erklären? Schon im Vorschulalter lassen sich einfache Konzepte wie Sparen und „Wollen vs. Brauchen“ vermitteln – mit steigendem Alter kommen komplexere Themen wie Investieren dazu.
Sollten Kinder schon Taschengeld bekommen? Ja, Taschengeld ist eine der besten Möglichkeiten, um eigenverantwortlichen Umgang mit Geld in einem überschaubaren Rahmen zu üben.
Können Kinder wirklich schon investieren? Ja, mit kleinen Beträgen und der Begleitung eines Elternteils können auch Kinder früh erste Erfahrungen mit Investieren sammeln.
Wie vermeide ich, dass Geld zum Tabuthema wird? Offene, altersgerechte Gespräche über Geld – statt Schweigen oder Streit – helfen Kindern, ein entspanntes Verhältnis zu Geld zu entwickeln.

